Toxic green
Toxic green

Disenchantment - from non-places and childlike fantasy

In Germany, children invest their first pocket money in sweets and stuff from one of the 800,000 chewing gum machines on house walls and garden fences. For ten to fifty cents they get spooky eyes bubble gum with fruity strawberry flavor and - packaged in capsules - small toys, glittery jewelry and sticky monsters. They are an embodiment of childhood memories.
Adults rather see the cheap and shabby locations where the machines hang - transit stations. The French anthropologist Marc Augé coined the term "non-places" for monofunctional areas that lack their own history, relationship and identity. Gumball machines seem to be indicators of such non-places.
The series "Disenchantment" lives from the contrast between the images of the objects from the chewing gum machines and the images of the "non-places" where they can be found. Conceptually, a topography of the lost childhood unfolds. The childlike treasures – depicted against a black background - are shown in strong stylization and pop-like elevation. The vending machines - highlighted by spot lighting - remain in their ordinary "non-place" environment. Thus, the series encircles the gap between the magic of childhood and the disenchantment of reality. .

Entzauberung – von Nicht-Orten und kindlicher Fantasie

In Deutschland investieren Kinder ihr erstes Taschengeld in Süßigkeiten und Habseligkeiten aus einem der 800.000 Kaugummiautomaten an Hauswänden und Gartenzäunen. Für zehn bis fünfzig Cent erhalten sie gespenstische Kaugummi-Augäpfel mit fruchtigem Erdbeergeschmack, in Kapseln verpackte, kleine Spielsachen, glitzernden Schmuck oder glitschige Monster. Diese sind ein Inbegriff für Kindheitserinnerungen.
Als Erwachsener sieht man eher die billigen, schäbigen Standorte an denen die Automaten hängen - Durchgangsstationen. Der französische Anthropologe Marc Augé prägte den Begriff "Nicht-Orte" für monofunktionale Bereiche, denen eine eigene Geschichte, Beziehung und Identität fehlen. Fast hat es den Anschein, als seien Kaugummiautomaten Indikatoren solcher Nicht-Orte.
Die Serie „Entzauberung“ lebt von dem Kontrast zwischen den Aufnahmen der Objekte aus den Kaugummiautomaten und den Aufnahmen der "Nicht-Orte", an denen diese zu finden sind. Konzeptuell entfaltet sich eine Topografie der verlorenen Kindheit. Die kindlichen Schätze – vor schwarzem Hintergrund aufgenommen – werden in starker Stilisierung und popartiger Überhöhung gezeigt. Die Verkaufsautomaten – durch Spotbeleuchtung hervorgehoben – verbleiben in ihrer zwielichtigen „Nicht-Ort“-Umgebung. So umkreist die Serie die Kluft zwischen der Magie der Kindertage und der Entzauberung der Realität.