Interfaces

Water, wind, seasons have shaped the sandstone layers in the Wasgau (in Rhineland-Palatinate and in the departments of Bas-Rhin and Moselle) for thousands of years. Through the vegetation of lichen, mosses and algae, remarkable interfaces have emerged between animate and inanimate nature. They resemble abstract paintings in shapes, colors and stratifications, as if nature itself had swung the brush.
The images of the series are taken from different viewing distances. At times the camera moves close to the interfaces, sometimes it moves further away, and than it looks at the rock formations from afar. As a series everything is put on one level. This requires a constant change in the viewpoint from the viewer.
Thus, the landscape eludes a simple reading. Antagonistic to large degree, questions arise concerning the relationship between nature and mimesis, reality and image as well as truth and photography.

Grenzflächen

Wasser, Wind, Jahreszeiten haben über Jahrtausende die Sandsteinschichten im Wasgau (in Rheinland-Pfalz und in den Departements Bas-Rhin und Moselle) geformt. Durch den Bewuchs von Flechten, Moosen und Algen sind bemerkenswerte Grenzflächen zwischen belebter und unbelebter Natur entstanden. In Formen, Farben und Schichtungen gleichen sie abstrakten Gemälden, als hätten die Natur selbst hier den Pinsel geschwungen.
Die Bilder der Serie sind mit unterschiedlichen Betrachtungsabständen aufgenommen. Mal rückt die Kamera ganz nah an die Grenzflächen heran, mal rückt sie weiter ab, mal betrachtet sie die Felsformationen aus der Ferne. Als Serie wird alles auf eine Ebene gestellt. Das fordert vom Betrachter einen ständigen Wechsel des Standpunkts.
Dadurch entzieht sich die Landschaft einer einfachen Lesart. Derart widerständig kommen Fragen auf nach dem Verhältnis von Natur und Mimesis, Wirklichkeit und Abbild sowie Wahrheit und Fotografie.